Makula Degeneration ? - Machen Sie den Schnelltest!

 

Zwei Millionen Menschen leiden unter einer Augenerkrankung, bei der sich die Sinneszellen am Punkt des schärfsten Sehens ( Makula) allmählich abbauen. Ein einfacher Test für Zuhause verrät, ob sie gefährdet sind.

 

Mit kleinen "Müllbergen" unter der Netzhaut fängt es an.

Das Frühstadium der AMD zeichnet sich durch stoffwechselbedingte Ablagerungen aus - die so genannten Drusen. " sind kleine "Müllberge" unter der Netzhaut, die man bei der Untersuchung des Augenhintergrundes als gelbliche Punkte sehen kann. Sie entstehen dadurch, dass die Pigmentzellen unter der Netzhaut deren Stoffwechselprodukte nicht mehr vollständig abbauen können. "Dieses Material bleibt im Stützkorsett der Netzhaut wie in einer Art Sieb hängen." Je größer die Ablagerungen sind, desto eher entsteht eine AMD. Bei der häufigeren "trockenen" Makuladegeneration - hier verschlechtert sich das Sehvermögen allmählich - werden schrittweise die Sehzellen und deren Ernährungszellen geschädigt und sterben ab. Die "feuchte" Form der Erkrankung zerstört die Sehkraft viel schneller. "Feucht" heißt sie deshalb, weil in der Netzhaut abnormale neue Gefäße wachsen, die undicht sind: Ödeme entstehen, Flüssigkeit tritt in die Netzhaut aus. Diese schwillt an und lässt Objekte verzerrt erscheinen.

 

Gefahr für die Augen: Hoher Blutdruck und Rauchen.

Zunehmendes Alter, Rauchen und Bluthochdruck sind die wichtigsten Risikofaktoren für eine Makuladegeneration. Daneben stehen eine starke Sonnenbelastung, Weitsichtigkeit und eine helle Haar- oder Hautfarbe (weniger UV-Schutz-Pigmente) im Verdacht, sich ungünstig auszuwirken. Netzhaut-Experten raten deshalb, zum Wohl der Augen mit dem Rauchen aufzuhören, Übergewicht zu vermeiden b.z.w. abzubauen, Bluthochdruck sehr gut einstellen zu lassen, sich genug zu bewegen sowie vitamin- und mineralstoffreich zu ernähren. Außerdem sollte zum Schutz vor UV-Strahlung immer eine gute Sonnenbrille getragen werden.

 

Gefährdet?

Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Wichtig ist die Früherkennung, denn vor allem die feuchte Form der AMD kann sich rasch verschlimmern. 

Ein Schnelltest für Zuhause kann erste Hinweise geben. Mit dem einfachen Amsler-Gitter-Test können Sie selbst untersuchen, ob möglicherweise eine Makuladegeneration vorliegt.

  So funktioniert der Test:
• Drucken Sie das Amsler-Gitter am besten aus.
• Halten Sie das Gitter in Lesedistanz vor die Augen
• Falls Sie beim Lesen eine Sehhilfe (Brille, Kontaktlinsen) verwenden,       setzen Sie diese auch bei der Durchführung des Tests ein
• Decken Sie ein Auge mit der hohlen Hand ab

- Sehen Sie den schwarzen Punkt in der Mitte ?

- Fixieren Sie diesen. Sehen Sie das Gitter vollständig?

- Sehen Sie das Liniennetz im gesamten Gitter vollständig ?

- Sind die waagerechten und die senkrechten Linien gerade und paralel ?
• Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge

Werden die Fragen alle mit ja beantwortet, liegt ein regelrechter Befund des zentralen Gesichtsfeldes vor. Ein regelrechter Befund liegt nicht vor, wenn mindestens eine Frage mit "Nein" beantwortet wird.

In diesem Fall sollten Sie Ihren Augenarzt zur genauen Abklärung aufsuchen.

• Der Sehtest mit dem Amsler-Gitter sollte regelmäßig wiederholt werden!

 

 

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Vergrößernde Sehhilfen:

Sie ermöglichen AMD-Patienten nicht nur das Lesen, sondern auch ein aktiveres soziales Leben. Über Lupen (Hand-, Taschen-, Stand- und Aufstecklupen für die Brille), unterschiedliche Lupenbrillen und elektronische Lesegeräte informieren wir Sie gern. Mit optimal angepassten Hilfsmitteln kann der Patient die gesunde Netzhaut um die betroffene Netzhaut besser nutzen. Auch nicht optische Hilfsmittel z.B. sprechende Uhren, Küchenwaagen, Hörbücher ... können die Lebensqualität verbessern.

Fragen Sie uns. Wir beraten Sie gern!