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Zwei
Millionen Menschen leiden unter einer Augenerkrankung, bei der sich die
Sinneszellen am Punkt des schärfsten Sehens ( Makula) allmählich
abbauen. Ein einfacher Test für
Zuhause verrät, ob sie gefährdet sind.
Mit
kleinen "Müllbergen" unter der Netzhaut fängt es an.
Das
Frühstadium der AMD zeichnet sich durch stoffwechselbedingte Ablagerungen
aus - die so genannten Drusen. " sind kleine "Müllberge"
unter der Netzhaut, die man bei der Untersuchung des Augenhintergrundes
als gelbliche Punkte sehen kann. Sie entstehen dadurch, dass die
Pigmentzellen unter der Netzhaut deren Stoffwechselprodukte nicht mehr
vollständig abbauen können. "Dieses Material bleibt im
Stützkorsett der Netzhaut wie in einer Art Sieb hängen." Je
größer die Ablagerungen sind, desto eher entsteht eine AMD. Bei der
häufigeren "trockenen" Makuladegeneration - hier verschlechtert
sich das Sehvermögen allmählich - werden schrittweise die Sehzellen und
deren Ernährungszellen geschädigt und sterben ab. Die
"feuchte" Form der Erkrankung zerstört die Sehkraft viel
schneller. "Feucht" heißt sie deshalb, weil in der Netzhaut
abnormale neue Gefäße wachsen, die undicht sind: Ödeme entstehen,
Flüssigkeit tritt in die Netzhaut aus. Diese schwillt an und lässt
Objekte verzerrt erscheinen.
Gefahr
für die Augen: Hoher Blutdruck und Rauchen.
Zunehmendes
Alter, Rauchen und Bluthochdruck sind die wichtigsten Risikofaktoren für
eine Makuladegeneration. Daneben stehen eine starke Sonnenbelastung,
Weitsichtigkeit und eine helle Haar- oder Hautfarbe (weniger
UV-Schutz-Pigmente) im Verdacht, sich ungünstig auszuwirken.
Netzhaut-Experten raten deshalb, zum Wohl der Augen mit dem Rauchen
aufzuhören, Übergewicht zu vermeiden b.z.w. abzubauen, Bluthochdruck
sehr gut einstellen zu lassen, sich genug zu bewegen sowie vitamin- und
mineralstoffreich zu ernähren. Außerdem sollte zum Schutz vor
UV-Strahlung immer eine gute Sonnenbrille getragen werden.
Gefährdet?
Die
bisherigen Erfahrungen zeigen: Wichtig ist die Früherkennung, denn vor
allem die feuchte Form der AMD kann sich rasch verschlimmern.
Ein
Schnelltest für Zuhause kann erste Hinweise geben. Mit dem einfachen
Amsler-Gitter-Test können Sie selbst untersuchen, ob möglicherweise eine
Makuladegeneration vorliegt.
So funktioniert der Test:
• Drucken Sie das Amsler-Gitter am besten aus.
• Halten Sie das Gitter in Lesedistanz vor die Augen
• Falls Sie beim Lesen eine Sehhilfe (Brille, Kontaktlinsen) verwenden,
setzen Sie diese auch bei der Durchführung des Tests ein
• Decken Sie ein Auge mit der hohlen Hand ab
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Sehen Sie den schwarzen Punkt in der Mitte ?
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Fixieren
Sie diesen. Sehen Sie das Gitter vollständig?
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Sehen
Sie das Liniennetz im gesamten Gitter vollständig ?
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Sind
die waagerechten und die senkrechten Linien gerade und paralel ?
• Wiederholen Sie den Test mit dem anderen Auge
Werden
die Fragen alle mit ja beantwortet, liegt ein regelrechter Befund des
zentralen Gesichtsfeldes vor. Ein regelrechter Befund liegt nicht vor,
wenn mindestens eine Frage mit "Nein" beantwortet wird.
In
diesem Fall sollten Sie Ihren Augenarzt zur genauen Abklärung aufsuchen.
• Der Sehtest mit dem Amsler-Gitter sollte regelmäßig wiederholt
werden!
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